Trainer:innen der Frauen-Fußballweltmeisterschaften

Seit 1991 konnten bislang drei Trainerinnen und vier Trainer mit ihrer Nationalmannschaft die Frauen-Fußballweltmeisterschaft gewinnen. Am Erfolgreichsten ist dabei bis heute die US-Amerikanerin Jill Ellis, die den WM-Titel mit den USA in den Jahren 2015 und 2019 holte. Hier bieten wir eine Übersicht über alle Frauen-Fußball-Weltmeistertrainer:innen sowie die bisherigen Bundestrainer:innen der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft.

Übersicht der Frauen-Fußball-Weltmeistertrainer:innen

WM Trainer:in Weltmeisterinnen
Frankreich 2019 Jill Ellis USA
Kanada 2015 Jill Ellis USA
Deutschland 2011 Norio Sasaki Japan
China 2007 Silvia Neid Deutschland
USA 2003 Tina Theune Deutschland
USA 1999 Tony DiCicco USA
Schweden 1995 Even Pellerud Norwegen
China 1991 Anson Dorrance USA

Alle Bundestrainer:innen der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft

Bundestrainer:in im Amt Größte WM-Erfolge
Gero Bisanz November 1982 – Juli 1996 🥈 Vize-Weltmeister – Frauen-WM 1995
Tina Theune August 1996 – Juni 2005 🥇 Weltmeisterin – Frauen-WM 2003
Silvia Neid September 2005 – August 2016 🥇 Weltmeisterin – Frauen-WM 2007
Steffi Jones September 2016 – März 2018  –
Host Hrubesch April 2018 – November 2018  –
Martina Voss-Tecklenburg November 2018 – aktiv  –

Gero Bisanz (geb. 3.11.1935; gest. 17.10.2014) war der erste Trainer der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft und hatte das Amt fast 14 Jahre lang inne. Damit ist er der Bundestrainer, der das Frauen-Team am längsten betreute. Er gewann mit Deutschland dreimal die Europameisterschaft der Frauen (1989, 1991, 1995). Sein größer Erfolg bei einer WM war der Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft 1995 in Schweden. Gegen Ende seiner Laufbahn bei den DFB-Frauen nahm er 1996 mit seiner Mannschaft an den Olympischen Sommerspielen in Atlanta teil, bei denen die deutschen Fußballerinnen Fünfte wurden.

Christina „Tina“ Theune (geb. 4.11.1953) war die erste deutsche Bundestrainerin und löste 1996 Gero Bisanz ab, dem sie seit 1990 bereits als Co-Trainerin assistiert hatte. Theune schaffte mit den DFB-Fußballerinnen einen Titel-Hattrick bei den Frauen-Fußballeuropameisterschaften, die Deutschland 1997, 2001 und 2005 gewinnen konnte. Sie krönte ihre Trainerin-Karriere mit dem Sieg bei der Frauen-WM 2003 in den USA. 2005 übergab sie ihren Posten als Bundestrainerin an Silvia Neid.

Silvia Neid (geb. 2.5.1964) hatte als Bundestrainerin die bislang zweitlängste Amtszeit nach Gero Bisanz und war von 2005 bis 2016 fast elf Jahre lang im Amt. Zuvor hatte Neid zwischen 1982 und 1996 bereits als eine der erfolgreichsten Nationalspielerinnen im DFB-Frauen-Team gespielt (111 Spiele / 48 Tore) und anschließend als Co-Trainerin von Tina Theune gearbeitet. Silvia Neid führte die deutsche Frauen-Fußballnationalmannschaft zum Gewinn der Weltmeisterschaft 2007 in China, wurde mit dem Team 2009 und 2013 Europameisterin und holte 2016 noch die olympische Goldmedaille. Darüber hinaus wurde sie 2010, 2013 und 2016 als FIFA-Welttrainerin des Jahres ausgezeichnet.

Stephanie Ann „Steffi“ Jones (geb. 22.12.1972) war von September 2016 bis März 2018 Bundestrainerin. Die ehemalige Nationalspielerin absolvierte zwischen 1993 und 2007 insgesamt 111 Spiele, schoss dabei neun Tore und war 2003 Teil des deutschen Weltmeisterinnenteams. Als Trainerin nahm Jones, die seit 2015 bereits als Assistentin von Silvia Neid tätig war, an keiner Frauen-WM teil.

Horst Hrubesch (geb. 17.4.1951) folgte als Interimstrainer der DFB-Fußballerinnen auf Steffi Jones und war von April bis November 2018 im Amt. Er nahm mit dem Frauen-Team weder an einer Welt- noch an einer Europameisterschaft teil.

Martina Voss-Tecklenburg (geb. 22.12.1967) übernahm das Amt als Bundestrainerin der Frauen-Fußballnationalmannschaft im November 2018. Voss-Tecklenburg, die zwischen 1984 und 2000 insgesamt 125 Partien (25 Tore) als Nationalspielerin absolviert hatte, erreichte als Trainerin mit ihrem Team bei der WM 2019 in Frankreich das Viertelfinale. Dort unterlag man allerdings Schweden 1:2. 2022 wurde sie mit den deutschen Fußballerinnen Vize-Europameisterin.