UEFA, Mannschaften und Fans sprechen sich gegen eine Fußball-WM alle 2 Jahre aus

Die FIFA treibt eine Revolution des Fußball-Spielkalenders voran. Nach den neuen Plänen soll die Fußball-WM ab 2026 alle 2 Jahre stattfinden. Die Pläne rufen massive Kritik zahlreicher Beteiligter hervor.

In einer FIFA Pressekonferenz vom 9. September 2021, präsentierte Arsène Wenger als FIFA’s Direktor für die globale Entwicklung des Fußballs, seine Pläne für den „Fußball der Zukunft“. Demnach soll vor allem der internationale Spielkalender umgestellt werden. Im Fokus steht der Plan, die Fußball-Weltmeisterschaft ab 2026 alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. Somit würden, ab der WM 2026, die EM und WM jährlich abwechselnd ausgetragen. Die FIFA begründet dieses Ziel mit „bedeutsameren Spielen“ und „allen Talenten und Ländern eine Chance zu geben“. Eine Erhöhung in der Anzahl der Spiele soll es nach den aktuellen Plänen nicht geben.

Kritik gegen FIFA-Plan

Bei Fan-Gruppen und Verbänden lösen die Pläne massive Kritik aus. UEFA Präsident Aleksander Ceferin sowie die südamerikanische Konförderation CONMEBOL, sprachen sich bereits gegen den Zweijahresrhythmus aus und drohten sogar mit Boykott, sollte der Plan tatsächlich Anwendung finden.

Auch mehrere Bundesliga-Mannschaften, darunter der FC Bayern, sind gegen die Verkürzung des WM-Rhythmus und bezeichnen den Entwurf etwa als „Schnapsidee“. Demnach würde die Belastung der Spieler, zu dem ohnehin schon vollen Spielkalender der Fußball-Ligen, noch zusätzlich steigen und notwendige Ruhe- und Regenerations-Zeiten würden ausfallen. Zusätzlich könnte die WM, als wichtigstes Fußballturnier der Welt, an Wert und Bedeutsamkeit verlieren. Aus aus diesem Grund, haben mehr als 50 Internationale Fan-Organisationen, darunter auch „Unsere Kurve“ und „Bündnis aktiver Fußballfans (BAFF)“ eine Erklärung gegen die FIFA-Pläne abgegeben und kritisieren vor allem die fehlende Beteiligung der Fans an der Ideenfindung.

Positive Stimmen für die WM alle 2 Jahre

Während das Vorhaben überwiegend Gegner auf den Plan ruft, begünstigen der afrikanische und Asiatische Verband den Zweijahresrhythmus. Angesichts wirtschaftlicher Bedürfnisse durch neue Einnahmequellen dürfte dies nicht verwundern. Auch Ex-Weltmeister Sami Khedira, Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann warben für den angepassten Rhythmus.

Bis Ende des Jahres sollen nun alle Verbände zur Abstimmung und Diskussion an den FIFA-Tisch geholt werden. Danach wird das 37-köpfige FIFA Council für oder gegen die Änderung stimmen.