UEFA WM-Quali: Deutschland siegt 4:1 in Armenien

Die deutsche Nationalmannschaft hat die Qualifikation zur WM 2022 in Katar mit einem 4:1-Erfolg in Armenien abgeschlossen. Die Tore beim verdienten, aber streckenweise hart erarbeiteten Auswärtserfolg in Jerewan erzielten Kai Havertz, zweimal Ilkay Gündoğan und Jonas Hofmann.

Die Flick-Truppe hatte gegen zunächst äußerst tiefstehende Armenier von Beginn an die größeren Spielanteile und ging mit ihrem zweiten Torschuss in Führung. Nachdem Kai Havertz bereits in der 5. Minute den linken Pfosten getroffen hatte, verwertete er zehn Minuten später einen von Thomas Müller und Jonas Hofmann über die rechte Seite initiierten Angriff aus drei Metern. Deutschland bestimmte auch in der Folge das Spiel, verteidigte aber in der 27. Minute zu nachlässig. So kam Armenien mit seinem ersten richtigen Angriff gleich zu einer hochkarätigen Möglichkeit: Eduard Sperzjan jagte das Leder allerdings aus aussichtsreicher Position über den Kasten von Marc-André ter Stegen.

Deutschland ließ im weiteren Verlauf einige Standardsituationen ungenutzt und so kam Armenien mehrfach zu gefährlichen Gegenstößen. In der 37. Minute verlor Mathias Ginter im Spielaufbau den Ball, Jonathan Tah konnte die in Überzahl anstürmenden Gastgeber aber noch abfangen. Nur zwei Minuten später stoppte der Leverkusener Defensivspieler den abschlussbereiten Sargis Adamyan.

In der 45. Minute wurde Florian Neuhaus nach einem Doppelpass mit Müller im 16er von Taron Voskanyan zu Fall gebracht. Der französische Unparteiische François Letexier entschied nach Videobeweis auf Strafstoß, den Ilkay Gündoğan sicher zur 2:0-Pausenführung rechts unten verwandelte.

Torreiche zweite Halbzeit

Auch in der zweiten Hälfte gelang den bereits für die Weltmeisterschaft qualifizierten Deutschen ein früher Treffer. Einen nicht besonders platzierten Gündoğan-Schuss aus 16 Metern ließ Armeniens Keeper Stanislav Buchnev von seinen Händen in die Maschen prallen. Doch die Hausherren steckten nicht auf und kamen weiterhin zu Chancen: In der 55. Minute traf Choren Bajramjan das Außennetz, nur drei Minuten später fiel der Anschlusstreffer: Einen von Neuhaus verursachten Foulelfmeter verwandelte der Ex-Dortmunder Henrikh Mkhitaryan zum 1:3. Deutschland war nach dem Gegentor sichtlich bemüht, den 3-Tore-Vorsprung wieder herzustellen – und belohnte sich in der 64. Minute für sein aggressives Pressing: Hofmann fing einen Pass der Armenier ab und platzierte ihn souverän ins rechte kurze Torwarteck.

Diesen Vorsprung brachte Die Mannschaft am Ende souverän über die Zeit und beendet die Qualifikationsgruppe J als Gruppensieger mit 27 von 30 möglichen Punkten. Nordmazedonien landete nach einem 3:1-Erfolg über Island mit 18 Punkten auf dem zweiten Platz und kann die WM noch über die Play-off-Spiele erreichen.