UEFA WM-Quali: Deutschland unterliegt Nordmazedonien 1:2

Deutschland hat das dritte Spiel der WM-Quali am Mittwochabend in Duisburg 1:2 gegen Nordmazedonien verloren und damit die Tabellenführung in Gruppe J an Armenien abgegeben.

Dabei nahm der vierfache Weltmeister zunächst das Heft in die Hand und kam in der 9. Minute zu einer ersten hochkarätigen Chance: Nach Zuspiel von Havertz traf Goretzka mit einem fulminanten Schuss aus 11 Metern die Latte. Nach rund 20 Minuten fand Nordmazedonien besser ins Spiel: Eine scharfe Hereingabe von Alioski in den 16er konnte Can aber klären.

In der Folge erhöhte die Löw-Truppe den Druck wieder, es haperte allerdings wie schon im letzten Spiel gegen Rumänien an der Kaltschnäuzigkeit vorm gegnerischen Tor: Weder Gnabry (27., 31.) noch Havertz (34.) konnten den Ball im Kasten von Gäste-Keeper Dimitrievski unterbringen.

Unterdessen blieben die Nordmazedonier stets gefährlich: Nach einem Freistoß Alioskis konnte ter Stegen in letzter Sekunde vor dem heranstürmenden Ademi klären. Und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ging der Gast sogar in Führung: Bardhi spielte Kapitän und Rekord-Nationalspieler Pandev frei und der 37-Jährige ließ ter Stegen keine Chance.

Heimniederlage trotz Elfmeterglück

In der zweiten Halbzeit passierte eine gute Viertelstunde wenig Nennenswertes, bis zur 62. Minute: Sané dribbelte rechts in den Strafraum und wurde nach einem Haken von Alioski am Fuß getroffen. Der russische Schiedsrichter Karasev zögerte nicht lange und entschied auf Strafstoß, den Gündogan mittig zum 1:1 verwandelte. Es dauerte zehn Minuten bis zur nächsten Chance für Deutschland, als Kimmich zentral im 16er zum Abschluss kam. Seinen Schuss konnte die nordmazedonische Verteidigung aber abblocken.

Auf der Gegenseite hatten die Gäste in der 76. Minute Pech, als Can den Ball nach einer Ecke im Fünfmeterraum klar mit dem Arm spielte, der Elfmeterpfiff diesmal allerdings ausblieb. In der 80. Minute hatte Deutschland dann die Riesenchance zur Führung: Gnabry legte mustergültig quer auf Werner, der den Ball völlig freistehend ins Toraus stolperte. Die Quittung folgte fünf Minuten später: Ademi passte von der Grundlinie zurück auf Elmas, der aus 8 Metern eiskalt zur erneuten Führung für Nordmazedonien vollstreckte.

Am Ende blieb es bei der 1:2 Niederlage, durch die Deutschland in der Tabelle der Gruppe J auf Platz 3 abrutscht. Neuer Tabellenführer ist mit 9 Punkten Armenien nach seinem 3:2-Heimsieg über Rumänien. Zudem unterlag Liechtenstein 1:4 gegen Island.