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WM 2026

Chema Andrés wechselt vom VfB Stuttgart zu Brighton & Hove Albion: 23 Millionen Euro plus Real-Madrid-Sell-On

Chema Andrés (21) verlaesst den VfB Stuttgart am Deadline Day fuer rund 23 Millionen Euro in Richtung Brighton. Real Madrid kassiert via Sell-On rund 11,5 Millionen Euro mit.

Von Marco Feldmann 02. September 2026

Chema Andrés mit der Rueckennummer 30 am Ball im Trikot des VfB Stuttgart beim Bundesliga-Auswaertsspiel gegen 1. FC Heidenheim in der Voith-Arena am 22. Februar 2026. Rund sechs Monate spaeter wechselt der spanische Sechser am Deadline Day fuer ueber 20 Millionen Euro zu Brighton & Hove Albion (Foto: ImageBROKER). Foto: ImageBROKER via SmartFrame

Der spanische U-21-Nationalspieler Chema Andrés verlaesst den VfB Stuttgart am Deadline Day des Sommer-Transferfensters 2026 und wechselt zum englischen Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion. Der Deal wurde am Montagnachmittag, 01. September 2026, innerhalb weniger Stunden zwischen erstem Brighton-Angebot und Vollzug eingetuetet und vom kicker um 22:43 Uhr UTC vermeldet. Die Ablose liegt bei rund 23 Millionen Euro; Real Madrid kassiert via 50-Prozent-Weiterverkaufs-Klausel rund 11,5 Millionen Euro aus dem Vorgang mit.

Der Deal in Zahlen: 23 Millionen Euro Ablose, Fuenfjahresvertrag bis 2031, Real Madrid kassiert 11,5 Millionen Euro Sell-On mit

Nach uebereinstimmenden Meldungen von kicker, Get German Football News und dem Klub-Statement von Brighton & Hove Albion betraegt die Ablose fuer Chema Andrés rund 23 Millionen Euro. Der 21-jaehrige Sechser unterschreibt an der englischen Suedkueste einen Fuenfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2031. Zusaetzlich behaelt der VfB Stuttgart laut mehreren uebereinstimmenden Berichten eine substanzielle Weiterverkaufs-Klausel fuer den Fall eines spaeteren Chema-Wechsels innerhalb der Premier League oder in die Champions-League-Elite.

Der Deal wurde am Deadline-Day-Nachmittag des 01. September 2026 innerhalb weniger Stunden zwischen erstem Brighton-Angebot und Vollzug eingetuetet - der kicker vermeldete die Einigung um 22:43 Uhr UTC, wenige Stunden nach der 20:00-Uhr-Deadline des Sommer-Transferfensters, unter der die englischen Klubs bei bereits fortgeschrittenen Verhandlungen die Deferred-Sheet-Regelung nutzen konnten.

DealChema Andrés zu Brighton & Hove Albion
Abloserund 23 Millionen Euro
Vertrag mit Brightonbis 30. Juni 2031 (fuenf Jahre)
Real-Madrid-Sell-On50 Prozent = rund 11,5 Millionen Euro
VfB-Weiterverkaufs-Klauselsubstanziell (Prozent-Anteil nicht bekannt)
VfB-Netto-Gewinnrund 6,5 bis 8,5 Millionen Euro (nach Abzug 3 bis 5 Mio Einkauf 2025 und Real-Sell-On)
Datum01. September 2026, Deadline Day

Die Real-Madrid-Pipeline: 3 bis 5 Millionen Euro Einkaufspreis, 50-Prozent-Weiterverkaufs-Klausel und der Wehrle-Wohlgemuth-Profit

Der VfB Stuttgart hatte Chema Andrés im Juli 2025 fuer eine kolportierte Ablose von rund 3 bis 5 Millionen Euro aus dem Real-Madrid-Castilla-Nachwuchs verpflichtet - die Angaben variieren je nach Quelle zwischen 3 Millionen Euro (Get German Football News, kicker-Referat) und 5 Millionen Euro (Yahoo Sports-Referat). Eine damals unscheinbare Verstaerkung fuer den Sechser-Raum, die im Kontext der VfB-Champions-League-Rueckkehr und der Karazor-Kontinuitaets-Absicherung getaetigt wurde. Real Madrid hatte in den Vertrag zwei Klauseln eingebaut, die sich 13 Monate spaeter als tragende Struktur der Chema-Bilanz erweisen sollten: eine 50-Prozent-Weiterverkaufs-Klausel und eine Rueckkauf-Option fuer den Fall, dass die spanische Kaderplanung den U-21-Sechser wieder ins Bernabéu zurueckholen wollte.

Die Rueckkauf-Option wurde von Real Madrid im Sommer 2026 nicht gezogen: Trainer Xabi Alonso hat mit Aurelien Tchouameni, Jude Bellingham, Eduardo Camavinga und Federico Valverde ein bereits stark besetzes zentrales Mittelfeld, in dem fuer den 21-jaehrigen Chema keine kalkulierbare Einsatz-Perspektive lag. Brighton nutzte den Zeitpunkt, in dem die spanischen Klubs die Rueckkauf-Frist verstreichen liessen, fuer ein rasches Deadline-Day-Angebot.

Von der 23-Millionen-Euro-Brighton-Ablose fliessen dadurch rund 11,5 Millionen Euro als Sell-On-Anteil zurueck nach Madrid. In Stuttgart verbleibt nach Abzug des ursprunglichen 3-bis-5-Millionen-Euro-Einkaufspreises ein Netto-Gewinn von rund 6,5 bis 8,5 Millionen Euro in 13 Monaten - eine Rendite, die der VfB-Vorstandschef Alexander Wehrle in seiner Ansage vom August 2026 (“wir werden ein, zwei, drei Spieler verkaufen”) als das Betriebs-Modell des Champions-League-Rueckkehrers positioniert hatte.

Sport-Vorstand Fabian Wohlgemuth begleitete den Chema-Abschied mit einem sportlich zurueckhaltenden Statement: Aus sportlicher Perspektive haette der VfB Chema gerne gehalten, dies sei jedoch mit dem Spielerwunsch abgewogen worden - eine diplomatische Standardformel, die den Verkauf zugleich als Wille-des-Spielers und Chance-des-Klubs framet.

Chema in Stuttgart: 40 Pflichtspiele in einer Saison, Karazor-Konkurrent, DFB-Pokalfinale und Champions-League-Qualifikation

In seiner einzigen Stuttgarter Saison 2025/26 kam Chema Andrés auf 40 Pflichtspiel-Einsaetze:

WettbewerbEinsaetzeToreVorlagen
Bundesliga2631
Europa League900
DFB-Pokal500
Gesamt4031

Er entwickelte sich unter Trainer Sebastian Hoeness vom Rotations-Sechser zu Beginn der Saison zum echten Konkurrenten fuer den damaligen Kapitaen Atakan Karazor auf der Doppel-Sechs-Position. Bereits im Winter 2026 signalisierte Hoeness in Presse-Runden, dass der Spanier “die klassische Sechser-Rolle mit Ball-Absicherung und schnellem Umschaltspiel in einer Reife spielt, die nicht zu seinem Alter passt”.

Sein Beitrag zur Champions-League-Rueckkehr des VfB war eine der Ueberraschungen der Kicker-Saison-Zeugnisse 2025/26: Chema stand in der Europa-League-K.-o.-Runde bis zum Ausscheiden im Achtelfinale in der Startelf und kam im DFB-Pokalfinale 2026 gegen den FC Bayern (Kane-Hattrick) zum Einsatz. Von einem 3-Millionen-Euro-Zugang aus der Real-Madrid-Castilla zum 23-Millionen-Euro-Abgang nach Brighton entspricht die Ablose-Perspektive einer glatten Verachtfachung in 13 Monaten.

Brighton unter Fabian Hürzeler: Datenbasierter Mittelfeld-Aufbau und die Wieffer-Baleba-Ayari-Chema-Achse

Brighton & Hove Albion wird in der Saison 2026/27 weiterhin vom deutschen Chef-Trainer Fabian Hürzeler betreut, der im Mai 2026 seinen Vertrag bis Juni 2029 verlaengert hat. Der Klub-Statement zur Chema-Verpflichtung kam vom Sporting Director Mike Cave, der Anfang Juli 2026 auf permanenter Basis in die Rolle promoviert wurde: “Chema hat mit seinem Weg durch Real Madrid und der starken Stuttgarter Saison eine exzellente Referenz. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.”

Hürzeler baut seine Doppel-Sechs im Brighton-4-2-3-1 auf einer datengetriebenen Mittelfeld-Achse auf, die mit dem Niederlaender Mats Wieffer (2024 fuer rund 30 Millionen Euro von Feyenoord), dem Kameruner Carlos Baleba (2023 aus Lille geholt, mittlerweile eines der begehrtesten Sechser-Talente Europas) und dem Schweden Yasin Ayari (WM-2026-Zehner-Starter) besetzt ist. Mit Chema Andrés kommt ein vierter Sechser-Achter-Typ hinzu, der die Rotations-Tiefe fuer die parallel zur Premier League zu spielende europaeische Wettbewerbs-Saison absichert.

Fuer Chema bedeutet die Konkurrenz-Situation, dass er in den ersten Wochen um seine Position kaempfen wird. Der taegliche Trainings-Kontakt zu Ayari (Schwede, WM-2026-Zehner-Starter) und die Ausrichtung auf die Doppel-Sechs unter Hürzeler bieten ihm dabei ein taktisch aehnliches Umfeld wie zuletzt in Stuttgart - mit dem Unterschied, dass die englische Physis und der Premier-League-Rhythmus einen Entwicklungssprung erzwingen werden.

VfB-Sommer-Transferbilanz 2026: Chema plus Jovanovic minus Leweling-Angebot-Absage und die Wehrle-Ansage vor der Saison

Der Chema-Verkauf ist die groesste Einzel-Einnahme des VfB Stuttgart im Sommer 2026. Kombiniert mit dem Deadline-Day-Verkauf von Lazar Jovanovic an Udinese Calcio (6,5 Millionen Euro) summiert sich die Netto-Einnahme aus abgehenden Spielern auf rund 30 Millionen Euro - abzueglich der 11,5-Millionen-Euro-Sell-On-Zahlung an Real Madrid ergeben sich rund 18 Millionen Euro als reine Klub-Einnahme.

Auf der Gegenseite hatte der VfB im 30. August 2026 ein 40-Millionen-Euro-Angebot des AS Rom fuer Jamie Leweling abgelehnt, den DFB-Rueckennummer-Neun-Traeger aus dem WM-2026-Kader. Die Wehrle-Wohlgemuth-Doktrin fuer den Sommer 2026 laesst sich damit klar ablesen: junge Bundesliga-Bewaehrungs-Talente ohne A-Nationalspieler-Status werden bei Premier-League-Interesse in der 20-plus-Millionen-Euro-Zone verkauft, WM-2026-DFB-Kader-Spieler wie Leweling und Undav dagegen geschuetzt, auch wenn sich die AS-Rom-Ablose-Perspektive ueber der Chema-Ablose bewegt.

Deniz Undav, von Hoeness vor dem Bundesliga-Auftakt gegen den FC Bayern (28.08.2026) zum neuen Kapitaen ernannt, fuehrt einen VfB an, in dem der Sechser-Raum durch das neue Duo aus dem Hoffenheim-Zugang Grischa Proemel und dem DFB-Sechser Angelo Stiller neu besetzt wird - der frueh entthronte Ex-Kapitaen Atakan Karazor rueckte bereits vor dem Chema-Abgang auf die Bank. Als Ergaenzung im zentralen Mittelfeld stehen dem VfB weiterhin Chris Fuehrich (Halbraum-Zehner) und Enzo Millot (Zehner) zur Verfuegung; die Rotationstiefe reicht fuer die parallel zur Bundesliga zu spielende Champions-League-Ligaphase mit den Gegnern aus dem deutschen Bayern-BVB-Leipzig-Stuttgart-Quartett aus.

Warum Chema NICHT im Spanien-WM-2026-Kader stand und was der Wechsel fuer die U-21-Europameisterschaft 2027 bedeutet

Spaniens Bundestrainer Luis de la Fuente hatte im Mai 2026 einen etablierten 26er-WM-Kader fuer La Roja bei der Weltmeisterschaft 2026 nominiert, in dem das defensive und zentrale Mittelfeld mit Rodri (Manchester City), Fabián Ruiz (Paris Saint-Germain), Pedri (FC Barcelona), Mikel Merino (Arsenal) und Gavi (FC Barcelona) besetzt war. Chema Andrés spielt fuer die spanische U-21 und war zum Nominierungs-Zeitpunkt fuer die A-Nationalmannschaft noch nicht in Diskussion; die Bundesliga-Aufstiegs-Kurve seiner Debutsaison beim VfB kam fuer den WM-Kader zu spaet.

Spanien war bei der WM 2026 als Titelmitfavorit ausgeschieden - de la Fuente hat nach dem Turnier eine behutsame Kader-Verjuengung angekuendigt, in der der schrittweise Uebergang von Fabián Ruiz (30) auf Chema-artige Sechser-Achter-Typen wie Aleix Garcia (Bayer Leverkusen) und eben Chema selbst die naechsten 24 Monate praegen soll. Mit dem Wechsel nach Brighton in die Premier League und dem taeglichen Trainings-Konkurrenzkampf gegen Yasin Ayari, Carlos Baleba und Mats Wieffer positioniert sich Chema fuer die U-21-Europameisterschaft 2027 in Serbien und die perspektivische Aufruecken-Chance in die A-Auswahl mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2030 in Spanien, Portugal und Marokko - jener WM, bei der die spanische Ausrichter-Rolle die Kader-Zusammenstellung ohnehin generational neu aufstellen wird.

Fuer Brighton und Hürzeler ist der Chema-Deal damit sowohl ein sofortiges Sechser-Upgrade fuer die dreifach-Wettbewerbs-Belastung Premier League plus FA Cup plus Europa League als auch ein mittelfristiges 25-plus-Millionen-Euro-Weiterverkaufs-Aktivum in der Baleba-Manier - jene Bricht-Business-Logik, mit der der Klub seit dem Ben-White-Verkauf 2021 (54 Millionen Euro an Arsenal) und der Moises-Caicedo-Rekord-Ablose 2023 (133 Millionen Euro an Chelsea) seinen wirtschaftlichen Aufstieg konsolidiert hat.

Der Deadline-Day-Wechsel des spanischen U-21-Sechsers ist damit weniger ein singulaeres Bundesliga-Signal als vielmehr die Fallstudie einer erfolgreich exekutierten Real-Madrid-Pipeline-Transaktion unter der VfB-Fuehrung Wehrle/Wohlgemuth - taggleich mit dem Larsson-Frankfurt-Fulham-25-Millionen-Deadline-Day-Deal einer der zwei Bundesliga-nach-Premier-League-Deals mit substanzieller Ablose in der Nacht auf den 02. September 2026, im Rahmen desselben Deadline-Day-Fensters, das mit dem Enzo-Fernandez-Chelsea-Manchester-City-145-Millionen-englischen-Transferrekord auch die Premier-League-interne Rekord-Ebene setzte.

Autor

Marco Feldmann

Redakteur Internationaler Fußball

Marco Feldmann hat den Blick auf den Weltfußball: WM-Qualifikation in allen Konföderationen, die 48 WM-2026-Teilnehmer, die Klub-WM und Geheimfavoriten. Bei fussballweltmeisterschaft.online ordnet er ein, wer in Nordamerika für Überraschungen sorgen kann.

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