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Mainz - Frankfurt 1:3: Atubolus sechster Elfmeter in Folge und Burkardts Rueckkehr

Eintracht Frankfurt gewinnt bei Mainz 05 mit 3:1 am 3. Bundesliga-Spieltag. Noah Atubolu haelt sechsten Elfmeter in Folge, Burkardt trifft gegen den Ex-Klub.

Von Lukas Brandt 12. September 2026

Jonathan Burkardt wird in der MEWA-Arena in Mainz offiziell von seinem Ex-Verein verabschiedet - Aufnahme vom 22.03.2026 im Rueckrunden-Duell Mainz - Frankfurt 2:1. Am 12.09.2026 kehrte Burkardt erstmals an den Bruchweg zurueck und traf beim 3:1-Sieg der Adler mit Vorlage plus eigenem Tor gegen den Ex-Klub. Foto: Actionpress / osnapix / Marcus Hirnschal. Foto: Actionpress via SmartFrame

Am Samstag, 12. September 2026, hat Eintracht Frankfurt das Rhein-Main-Derby am 3. Bundesliga-Spieltag beim 1. FSV Mainz 05 mit 3:1 (2:0) gewonnen. Die im Vorbericht am 10.09. skizzierte Krisen-Elf drehte den ligaweiten Bundesliga-Fruehsaison-Trend am Nachmittag in der MEWA-Arena und lieferte den ersten Bundesliga-Sieg der Saison 2026/27. Herzstueck der Adler-Wende: Noah Atubolus sechste geparierte Elfmeter in Folge in der 43. Minute, ein Bundesliga-Solorekord, den der Sommer-Neuzugang aus Freiburg damit weiter aus-baut, und Jonathan Burkardts Doppelpack mit Vorlage plus Tor bei seiner ersten Rueckkehr an den Bruchweg nach dem Sommer-2025-Wechsel.

1:3 in der MEWA-Arena - Uzun-Doppelpack rahmt Burkardts Rueckkehr-Duplex

Anpfiff war um 15:30 Uhr MESZ vor ausverkaufter Kulisse in der MEWA-Arena in Mainz-Bretzenheim. Frankfurt fuehrte bereits nach neun Minuten: Nach einem hohen Ballgewinn steckte Jonathan Burkardt auf Can Uzun durch, der den Ball frei vor dem Mainzer Torwart zum 0:1 einschob. Es war die vierte Frankfurter Fruehfuehrung binnen der ersten zehn Minuten der laufenden Bundesliga-Saison - ligaweiter Bestwert.

Ritsu Doans Volley an den Innenpfosten in der sechsten Minute hatte den Auftakt-Sturm der Adler noch andeutet, ohne dass die Kugel im Kasten landete. Vor der Pause sorgte Burkardt in der Nachspielzeit selbst fuer das 0:2: nach einem Klaerungsfehler der Mainzer Innenverteidigung schob der 25-Jaehrige aus zentraler Position ins lange Eck.

Die zweite Halbzeit gehoerte dem eingewechselten Mario Goetze. Der 34-jaehrige Weltmeister von 2014 kam in der 60. Minute und lieferte im gleichen Moment die Vorlage zum 0:3 durch Uzun, den Doppelpack-Torschuetzen im 44. Bundesliga-Spiel. Danny da Costa rasselte in der 68. Minute erneut den Pfosten an, ein 0:4 lag in der Luft. Phillip Tietz stand fuer den Mainzer Ehrentreffer in der 89. Minute bereit, nachdem die Innenverteidigung der Adler beim Zuspielen zu zentral geraten war.

Der 43.-Minute-Elfmeter - Atubolu extendiert Bundesliga-Rekord auf sechs Paraden in Folge

Die entscheidende Szene der ersten Halbzeit spielte sich nicht vor dem Mainzer Kasten ab, sondern vor dem der Adler. In der 43. Minute foulte Rafael Onyedika einen Mainzer Angreifer, Referee (nicht im Sportschau-Bericht genannt) zeigte auf den Punkt. Kapitaen Nadiem Amiri trat an und wollte den Mainzer Anschlusstreffer erzwingen - platzierte den Schuss aber zu zentral. Noah Atubolu tauchte nach links, streckte das Knie hoch und wehrte den Ball ab. Der Nachschuss von Tietz aus kurzer Distanz landete am Aussennetz.

Fuer den 24-Jaehrigen ist es der sechste in Folge geparierte Bundesliga-Elfmeter. Vier hintereinander geparierte Elfmeter hatten zuvor lediglich Thomas Zander, Hans-Joerg Butt, Frank Rost und Bernd Leno geschafft - Atubolu hatte diese 4er-Marke bereits in der Freiburger Rueckrunde 2024/25 eingestellt und mit dem fuenften Streich am 03.10.2025 gegen Romano Schmid im Bremer Weserstadion den Solo-Rekord uebernommen. Auch der Vereinswechsel Freiburg-Frankfurt zum 01.07.2026 unterbricht die Rekord-Zaehlung nicht: Der Bundesliga-Rekord ist personen-, nicht vereins-gebunden.

Burkardts Rueckkehr an den Bruchweg - Pfiffe, Vorlage, Tor gegen den Ex-Klub

Fuer Jonathan Burkardt war das 3:1 die erste Rueckkehr an den Bruchweg seit seinem Sommer-2025-Wechsel. Bereits in der Rueckrunde 2025/26 hatte er in der MEWA-Arena bei der 1:2-Niederlage der Adler im Maerz 2026 gespielt und die offizielle Verabschiedung der Mainzer erlebt - beim 12.09.2026-Auftritt gab es dagegen Pfiffe. Der 25-Jaehrige blieb ruhig, bediente Uzun in der 9. Minute und schob selbst in der Nachspielzeit zur Pause zum 0:2 ein.

Die vor der Partie im Sportschau-Vorbericht kolportierte Redaktions-Bewertung “Von ihm haette ich in Frankfurt mehr erwartet” ist damit fuer eine Woche zurueckgestellt. Fuer die Klopp-Kaderansage am 17. September ist der 25-Jaehrige nicht der offensichtliche Sichtungs-Datenpunkt (Woltemande, Adeyemi, Havertz und Kade sind unter Klopps Legionaers- plus Sichtungs-Perimeter prioritaer), aber ein positives Auswaerts-Bundesliga-Signal in einer Krisen-Situation notiert der DFB-Analytiker in der Sichtungs-Rechnung.

Huetters 3er-Ketten-Umschwung - vom 1:4-Debakel zum ersten Bundesliga-Sieg

Adi Huetter hatte die im Vorbericht angedeutete 3er-Ketten-Umstellung tatsaechlich vollzogen: Zentraler Achsen-Anker war Kapitaen Robin Koch, links flankiert vom Sommer-Neuzugang Lilian Brassier, rechts vom Daenen Rasmus Kristensen. Fuer den 30-jaehrigen Koch war es der erste positive Auswaerts-Datenpunkt in einer Krisen-Phase - relevant fuer die Klopp-Rechnung, weil die Reihenfolge in der A-Innenverteidigung (Antonio Ruediger, Jonathan Tah, Waldemar Anton, Nico Schlotterbeck, Koch) sich vor der Kaderansage am Donnerstag noch bewegt.

Nach dem 1:4-Heim-Debakel gegen den FC Augsburg am 06.09. und dem 3:3 an der Alten Foersterei zum Auftakt beendet der 3:1-Auswaerts-Sieg eine Frueh-Saison-Krise mit sieben Gegentoren in 180 Minuten. Die Fuehrungs-Frage bleibt nicht ganz beantwortet - Koch war stabiler in der Kommunikation, Goetze wirkte als Einwechsel-Impuls stark - doch der psychologische Boden ist gelegt.

Die Klopp-Sichtungs-Rechnung fuenf Tage vor der 17.09-Kaderansage

Fuer Bundestrainer Juergen Klopp liefert der Nachmittag drei parallele Datenpunkte. Noah Atubolu bleibt zwar ausserhalb des im Baumann-Chapter-4 heute Abend genannten Fuenf-Namen-Pools Baumann-Nuebel-ter-Stegen-Urbig-Karius, festigt aber die Peripherie-Position um einen ligastatistischen Ausrufe-Punkt. Robin Koch liefert in einer stabilisierten 3er-Kette einen positiven Auswaerts-Datenpunkt vor der Amsterdam-Reise am 24.09. gegen die Niederlande. Und im Schlotterbeck-Chapter-2 vom Nachmittag hatte parallel der BVB-Innenverteidiger nach der WM-Verletzungs-Pause seine Startelf-Rueckkehr geliefert - die Konkurrenz um die 3-4 Innenverteidigungs-Plaetze in Klopps erstem Kader wird enger. Kaderansage: Donnerstag, 17.09.2026, DFB-Campus Frankfurt.

Autor

Lukas Brandt

Redakteur WM & DFB-Team

Lukas Brandt schreibt seit Jahren über große Turniere und die deutsche Nationalmannschaft. Für fussballweltmeisterschaft.online begleitet er die WM 2026, den DFB-Kader und die K.-o.-Phase mit Vorberichten, Analysen und Spielberichten.

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