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WM-Kultur · Spielbälle

Die offiziellen WM-Spielbälle

Seit der WM 1970 in Mexiko stellt adidas den offiziellen Spielball jeder Fußball-Weltmeisterschaft - angefangen beim ikonischen schwarz-weißen Telstar. Davor brachte jeder Gastgeber seinen eigenen Ball mit. Hier alle WM-Bälle von 1930 bis zum adidas Trionda 2026 im Überblick - mit Hersteller, Jahr und der jeweiligen technischen Innovation.

Anzahl WM-Bälle

23

offizielle Modelle 1930-2026

adidas seit

1970

15 WM-Bälle in Folge

Ikone

adidas Telstar

WM 1970 - 32 Panels, schwarz-weiß

WM 2026

adidas Trionda

3 Farben für 3 Gastgeber

Alle Bälle
WM-Spielbälle 1930-2026

WM Spielball
2026 adidas Triondaneu 2026
2022 adidas Al Rihla
2018 adidas Telstar 18
2014 adidas Brazuca
2010 adidas Jabulani
2006 adidas Teamgeist
2002 adidas Fevernova
1998 adidas Tricolore
1994 adidas Questra
1990 adidas Etrusco Unico
1986 adidas Azteca
1982 adidas Tango España
1978 adidas Tango
1974 adidas Telstar Durlast
1970 adidas Telstar
1966 Slazenger Challenge
1962 Crack
1958 Top Star
1954 Swiss World Champion
1950 Superball Duplo T
1938 Allen
1934 Federale 102
1930 Tiento / T-Model

Bis 1966 stellte jeder Gastgeber seinen eigenen Spielball. Ab 1970 hat adidas exklusiv den FIFA-Vertrag für den WM-Spielball - bis heute.

Die adidas-Ära
Jeder WM-Ball seit 1970 im Detail

adidas Trionda 2026

US WM 2026 · USA / Kanada / Mexiko

Trionda („drei Wellen") - in den Farben der drei Gastgeber USA, Kanada und Mexiko, mit weiterentwickelter Sensorik.

adidas Al Rihla 2022

QA WM 2022 · Katar

Al Rihla mit „Connected Ball Technology" - 500-Hz-Sensor für halbautomatische Abseits-Erkennung.

adidas Telstar 18 2018

RU WM 2018 · Russland

Telstar 18 - bewusste Hommage an den Original-Telstar von 1970, plus NFC-Chip für Smartphone-Interaktion.

adidas Brazuca 2014

BR WM 2014 · Brasilien

Brazuca mit sechs Panels - per öffentlicher Abstimmung benannt (77,8 % stimmten für „Brazuca").

adidas Jabulani 2010

ZA WM 2010 · Südafrika

Jabulani - umstritten wegen unberechenbarer Flugbahn, vor allem von Torhütern stark kritisiert.

adidas Teamgeist 2006

DE WM 2006 · Deutschland

Erster WM-Ball mit nur 14 Panels (Teamgeist) - „runder" als alle Vorgänger.

adidas Fevernova 2002

KR WM 2002 · Südkorea / Japan

Syntaktische Schaumschicht für gleichmäßigeres Sprungverhalten - „Fevernova".

adidas Tricolore 1998

FR WM 1998 · Frankreich

Erster mehrfarbiger WM-Ball - Tricolore in Blau-Weiß-Rot für Frankreich.

adidas Questra 1994

US WM 1994 · USA

Polystyrol-Schaum für höhere Beschleunigung - „Questra".

adidas Etrusco Unico 1990

IT WM 1990 · Italien

Schaumstoff-Innenschicht für mehr Geschwindigkeit.

adidas Azteca 1986

MX WM 1986 · Mexiko

Erster komplett synthetischer WM-Ball - kein Leder mehr.

adidas Tango España 1982

ES WM 1982 · Spanien

Erster wasserdichter WM-Ball (versiegelte Nähte).

adidas Tango 1978

AR WM 1978 · Argentinien

Zwanzig identische „Triade"-Panels, die ein einheitliches Muster ergaben - der erste Tango setzte die Optik bis 2002 fort.

adidas Telstar Durlast 1974

DE WM 1974 · Deutschland

Weiterentwicklung des Telstar mit Polyurethan-Beschichtung („Durlast") - wetterfester, formstabiler.

adidas Telstar 1970

MX WM 1970 · Mexiko

Erster adidas-WM-Ball. Schwarz-weiß-Panel-Design (32 Felder) entstand für die TV-Sichtbarkeit auf Schwarz-Weiß-Geräten - der Telstar wurde zur Ikone.

Hintergrund
Vom Tiento zum smarten Trionda

Beim allerersten WM-Endspiel 1930 zwischen Uruguay und Argentinien einigten sich die Teams nicht auf einen Ball - in Halbzeit eins kam der argentinische Tiento zum Einsatz, in Halbzeit zwei das uruguayische Modell T-Model. Bis 1966 brachte jeder Gastgeber seinen eigenen Ball mit, oft schwere Leder-Pillen mit 18 Längsstreifen oder 12 Panels.

1970 änderte sich alles: Die FIFA übertrug die Ballproduktion an adidas, und der deutsche Sportartikelhersteller brachte den Telstar - 32 Panels (20 weiße Sechsecke, 12 schwarze Fünfecke), die im Schwarz-Weiß-Fernsehen sofort erkennbar waren. Die Optik prägte das Klischee „Fußball" bis heute.

Die Tango-Familie (1978-2002) variierte über sechs WM-Turniere dasselbe Triade-Muster, nur Farben und Materialien änderten sich. 2006 zerschlug der Teamgeist mit nur 14 Panels die Tradition - „runder" und glatter als alle Vorgänger. 2010 sorgte der Jabulani für die größte Kontroverse der WM-Ball-Geschichte: Torhüter klagten über unberechenbare Flugbahnen in Südafrikas Höhenluft.

Seit 2018 ist der Ball auch digital: Der Telstar 18 hatte einen NFC-Chip, der Al Rihla 2022 einen 500-Hz-Sensor für die halbautomatische Abseits-Erkennung. Der adidas Trionda der WM 2026 setzt diese Technik fort - Details und Bilder stehen auf der Seite zum WM-2026-Spielball.

Häufige Fragen
FAQ zu den WM-Spielbällen

Wie heißt der WM-Ball 2026?+

Adidas Trionda - vorgestellt 2025 als 15. WM-Spielball von adidas. Der Name verweist auf die drei Gastgeber USA, Kanada und Mexiko („tri" + „onda" / Welle), die im Design durch drei Farbfelder vertreten sind.

Seit wann stellt adidas den WM-Ball?+

Seit der WM 1970 in Mexiko. Damals bekam adidas den ersten FIFA-Vertrag und brachte den ikonischen Telstar heraus - schwarz-weiße Panels, perfekt sichtbar im Schwarz-Weiß-Fernsehen. Seither stellt adidas den offiziellen WM-Spielball.

Welcher WM-Ball war der umstrittenste?+

Der Jabulani 2010 in Südafrika. Torhüter wie Iker Casillas und Julio César kritisierten die unberechenbare Flugbahn - der Ball „flatterte" in der dünnen Höhenluft. Trotzdem fielen Tore: Spanien wurde Weltmeister, Iniestas Treffer schrieb Geschichte.

Was war der erste WM-Spielball?+

Beim Finale 1930 in Uruguay nutzten die Teams keinen einheitlichen Ball: In Halbzeit eins spielte man mit dem argentinischen Modell „Tiento", in Halbzeit zwei mit dem uruguayischen „T-Model". Erst ab 1970 (Telstar) gibt es einen einheitlichen offiziellen WM-Spielball.