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Frankfurt-Freiburg 2:2: Klopps Watchparty sieht sechs Neu-Nationalspieler im direkten Duell

Frankfurt-Freiburg 2:2 am 4. Spieltag: Ebnoutalib, Burkardt und Scherhant treffen. Klopps Watchparty in Herzogenaurach sichtet sechs Kader-Neulinge im Duell.

Von Lukas Brandt 19. September 2026

Torschuetze Younes Ebnoutalib (Frankfurt, Nr. 11) jubelt nach seinem 1:0-Treffer gegen den SC Freiburg am 19.09.2026 im Deutsche Bank Park (Foto: Actionpress). Foto: Actionpress via SmartFrame

Am Ende ging es an diesem Samstag um zwei getrennte Fragen. Auf dem Rasen: Kann Eintracht Frankfurt die Heim-Krise gegen einen Angst-Gegner unterbrechen, dem sie seit neun Bundesliga-Duellen nicht mehr geschlagen hat? Auf sechs bis sieben Bildschirmen in Herzogenaurach: Wer der sechs Klopp-Nominierten beantwortet die Sturm-Frage des neuen Bundestrainers am deutlichsten?

Die erste Frage bleibt offen. Frankfurt und der SC Freiburg trennen sich im Deutsche Bank Park mit 2:2 (2:1) - kein Sieger, kein Ende der Frankfurter Heim-Serie, keine Wende in der Freiburger Frankfurt-Bilanz. Die zweite Frage beantworten drei Spieler auf dem Platz. Younes Ebnoutalib, Jonathan Burkardt und Derry Scherhant - der Kader-1-Stuermer, der Kader-2-Stuermer und der Kader-2-Fluegelspieler - stehen am Samstagabend als Torschuetzen und, im Fall Scherhant, als zusaetzlicher Vorlagengeber im Bericht. Fuer die Watchparty in Herzogenaurach ist das die dichteste Zusammenballung an Kader-Substanz, die dieses Bundesliga-Wochenende bislang gezeigt hat.

2:2 (2:1): der Match-Verlauf im Deutsche Bank Park

Ebnoutalib eroeffnet den Nachmittag in der 10. Minute. Der 24-jaehrige Angreifer, der in Klopps ersten Kader-1-Sturm neben Kai Havertz die einzige nominelle Neun-Position besetzt, verwertet einen Burkardt-Zuspiel zum 1:0. Der Frankfurter Fuehrungs-Treffer bleibt exakt 24 Minuten stehen. In der 34. gleicht Scherhant per direktem Abschluss aus dem Freiburger Fluegel-Angriff zum 1:1 aus. Zwei Minuten spaeter, in der 36., stellt Burkardt selbst auf 2:1 - der Frankfurter Kapitaen und Klopps zweiter Kader-1-Stuermer aus Kader 2 in Personalunion. Halbzeitstand: 2:1.

Nach dem Wiederanpfiff braucht es keine drei Minuten. In der 48. verwandelt der Japaner Yuito Suzuki einen Scherhant-Pass zum 2:2. Suzuki ist der einzige der vier Torschuetzen ohne DFB-Kader-Beruehrung an diesem Wochenende, aber der Ball, den er verwandelt, kommt vom auffaelligsten Klopp-Nominierten des Platzes. Damit ist der Endstand nach 48 Minuten hergestellt. Beide Teams bleiben bis zum Schlusspfiff aktiv, ohne einen weiteren Treffer zu erzielen.

Die sechs Neu-Nationalspieler im Detail

Sportschau zaehlt in der Analyse sechs Spieler auf dem Rasen, die Klopp am Donnerstag berufen hatte. Drei je Verein.

Frankfurter Seite: Younes Ebnoutalib (Kader 1, Angriff, 10. Minute Torschuetze) - der einzige Neuling der Frankfurter Drei-Fraktion und einer der 13 Namen aus Klopps Neulinge-Liste. Jonathan Burkardt (Kader 2, Angriff, 36. Minute Torschuetze) - kein Neuling im engeren Sinn, aber Klopps erste Beruecksichtigung im Post-WM-Zyklus. Noah Atubolu (Kader 2, Tor) - Frankfurter Torhueter, der laut Bericht Scherhants Freistoss und weitere Freiburger Chancen abwehrt.

Freiburger Seite: Derry Scherhant (Kader 2, Mittelfeld, 34. Minute Torschuetze plus 48. Minute Vorlage) - der Sportschau-Auftritt-Sieger dieser Partie. Philipp Treu (Kader 1, Abwehr) - der Aussenverteidiger, den Klopp in die erste Kader-Kette fuer das Amsterdam-Debut hebt. Yannik Engelhardt (Kader 1, Mittelfeld) - der 24-jaehrige Sechser, den Freiburg im Sommer 2026 als Position-Kern verpflichtet und der von Klopp in Kader 1 gefuehrt wird.

Nicht auf der Sportschau-Feld-Liste, obwohl Kader-1-nominiert: Max Rosenfelder, der Freiburger Innenverteidiger, den Klopp in die Abwehr-Zentrale von Kader 1 gehoben hat.

Was Klopps Watchparty in Herzogenaurach sieht

Der Sichtungs-Aufbau ist seit Donnerstagabend beschrieben. Klopp, Co-Trainer Sven Bender und Assistenz-Trainer Pep Lijnders sichten die Bundesliga-, 2.-Bundesliga- und Auslands-Spiele des 4. Spieltags auf sechs bis sieben parallelen Bildschirmen im DFB-Trakt des Adidas-Betriebsgelaendes. Neben Frankfurt-Freiburg liefen an diesem Samstagnachmittag drei weitere 15:30-Uhr-Partien mit Klopp-Kandidaten: HSV gegen Koeln (mit Stach-Ausblick auf dem Verletzten-Report), Werder gegen Augsburg (mit Behrens und Dahmen im Augsburger Aufgebot) sowie Gladbach gegen Mainz (Amiri fuer Mainz). Am Freitagabend hatte das Trainerteam bereits Bayern gegen Union verfolgt.

Frankfurt-Freiburg ist aus der Sichtungs-Perspektive das dichteste der vier 15:30-Duelle: sechs Nominierte parallel auf einem Bildschirm, drei Torschuetzen davon, ein Vorlagengeber. Bender und Lijnders duerften an den Notizen zu diesem einen Spiel deutlich laenger sitzen als an denen zu allen anderen.

Bilanz der Sichtung nach Bayern-Union 5:2 und Frankfurt-Freiburg 2:2

Das erste Wochenende der Klopp-Sichtung ist damit halb ausgezaehlt. Fuer Bayern gegen Union hatte die Sportschau am Freitagabend Kanes Rekord-Treffer und einen 5:2-Kantersieg der Muenchener notiert - mit neun Bayern-Nominierten (Kimmich, Musiala, Gnabry, Brown, Pavlovic, Bischof, Karl, Tah, Urbig) plus dem Union-Angreifer Kevin Schade auf der Klopp-Liste, macht zehn Spieler auf einem Rasen. Nach Frankfurt-Freiburg 2:2 mit sechs Nominierten sind das an zwei Tagen sechzehn Klopp-Sichtungen in zwei Ballungs-Partien plus drei weitere 15:30-Duelle mit Einzel-Nominierten.

Als Zwischen-Bilanz aus Herzogenaurach laesst sich sagen: Die Frage nach der Sturm-Substanz, die Klopp im Sommer noch mit der Formulierung von der “begrenzten Spitze” gestellt hatte, ist an diesem Wochenende schon durch drei Spieler mit drei Toren beantwortet. Kane in Muenchen (der nicht auf der Klopp-Liste steht), Ebnoutalib und Burkardt in Frankfurt. Aus Klopps eigener Auswahl reicht die Torschuetzen-Bilanz aus fuer die Diagnose, die er am 18. September gegenueber der Sportschau selbst formuliert hat: Es sei “ganz viel Talent ins Auge gesprungen”.

Was jetzt kommt: Stuttgart-Dortmund, Bundesliga-Sonntag, Herzogenaurach-Zusammenkunft

Der 4. Bundesliga-Spieltag ist mit dem Frankfurt-Freiburg-Schlusspfiff noch nicht beendet. Am Samstagabend, 18:30 Uhr, folgt Stuttgart gegen Dortmund - eine Partie mit vier Klopp-Kandidaten auf Stuttgarter Seite (Fuehrich, Vagnoman, Mittelstaedt, Jeltsch) und drei auf Dortmunder (Schlotterbeck, Anton, Nmecha), macht sieben Nominierte in Cannstatt und den dritten grossen Sichtungs-Block dieses Wochenendes. Am Sonntag geht der Spieltag mit den beiden weiteren Bundesliga-Partien in die letzte Runde.

Am Montag, 21. September, endet die Watchparty in Herzogenaurach. Die 24 Spieler des Kader 1 kommen dann in Herzogenaurach zusammen und beginnen die erste Trainingswoche des Klopp-Zyklus. Am Mittwoch, 23. September, fliegt der Kader nach Amsterdam. Klopps Bundestrainer-Debut gegen Xavis Niederlande ist am Donnerstag, 24. September, 20:45 Uhr MESZ in der Johan-Cruijff-Arena angesetzt. Zwischen Herzogenaurach und Amsterdam liegen noch drei Trainingstage - genug Zeit, um die Notizen aus dem Watchparty-Wochenende in eine Startelf zu uebersetzen.

Autor

Lukas Brandt

Redakteur WM & DFB-Team

Lukas Brandt schreibt seit Jahren über große Turniere und die deutsche Nationalmannschaft. Für fussballweltmeisterschaft.online begleitet er die WM 2026, den DFB-Kader und die K.-o.-Phase mit Vorberichten, Analysen und Spielberichten.

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