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WM 2026

WM 2026 Turnierbaum: Messi gegen Ronaldo im Viertelfinale, DFB im Achtelfinale auf Frankreich?

Der WM-2026-Turnierbaum macht Marquee-Duelle früh möglich: Messi gegen Ronaldo im Viertelfinale am 11. Juli, Deutschland im Achtelfinale gegen Frankreich am 4. Juli.

Von Nina Hartmann 04. Juni 2026

Lionel Messi in Argentiniens Nationaltrikot - im Sommer 2026 könnte der 39-Jährige im WM-Viertelfinale auf Cristiano Ronaldo treffen. Foto: WENN via SmartFrame

Es ist die Schlagzeile des Tages aus dem Vor-WM-Tableau: Sportschau.de hat den WM-2026-Spielplan durchgerechnet und zeigt, wie nah Lionel Messi und Cristiano Ronaldo im Sommer aneinander vorbeispielen könnten. Antwort: sehr nah. Bei sauberem Gruppensieger-Lauf treffen sich Argentinien und Portugal am 11. Juli 2026 im Viertelfinale. Es wäre das erste Pflichtspiel ihrer Nationalmannschaften überhaupt.

Vier konkrete Pairings hat die Sportschau heute (4. Juni 2026) aus dem Turnierbaum gelesen. Zwei davon laufen am gleichen Juli-Wochenende. Hier ist der Überblick - und was unsere eigene Spielplan-Registry an Daten, Stadien und Anstoßzeiten bestätigt.

Was die Sportschau heute durchgerechnet hat

Die Analyse setzt voraus, dass die acht Pot-1-Schwergewichte ihre Gruppen gewinnen - Pot-1-Status bedeutet bei der WM 2026 einen festen Sechzehntelfinal-Slot, der wiederum den Achtel- und Viertelfinal-Pfad vorgibt. Konkret hat sportschau.de heute vier mögliche Hochkaräter benannt:

PairingRundeDatumStadion
Argentinien - PortugalViertelfinale11. JuliMiami (23:00 MESZ)
England - BrasilienViertelfinale11. JuliMiami (gleicher Tag, alternativer Slot)
Deutschland - FrankreichAchtelfinale4. JuliHouston / Philadelphia
Spanien - ÖsterreichAchtelfinale4. - 7. Julioffen

Termine und Stadien stehen seit der Veröffentlichung des vollständigen Spielplans im Dezember 2025 fest. Wer in welchem Slot landet, hängt am Gruppenausgang - und genau darum drehen sich die Szenarien.

Argentinien gegen Portugal: Messi gegen Ronaldo am 11. Juli

“Geht alles seinen gewohnten Weg, beide gewinnen ihre Gruppen und bleiben auch danach erfolgreich” - so formuliert es sportschau.de heute. Argentinien steht in Gruppe J neben Algerien, Österreich und Jordanien. Portugal bekommt in Gruppe K Kongo, Usbekistan und Kolumbien. Beide gehen als Favoriten in ihre Gruppen.

Treffen sie sich tatsächlich am 11. Juli, ist es das Duell, das der Klubfußball ihnen nie zugestanden hat. Messi wird dann 39, Ronaldo 41. In einem Pflichtspiel ihrer Nationalmannschaften haben sich die beiden noch nie gegenübergestanden. Argentiniens Trainer Scaloni hat bereits angedeutet, dass dies Messis letzte WM-Vorstellung in den Beinen ist. Ronaldo hat in Portugal sogar das öffentliche Versprechen abgelegt, dass es seine letzte WM ist. Wer sich im Viertelfinale durchsetzt, geht ins Halbfinale am 14. oder 15. Juli (Dallas bzw. Atlanta).

England gegen Brasilien: Zweiter Viertelfinal-Kracher am gleichen Tag

Die Sportschau nennt im gleichen Atemzug ein zweites Marquee-Duell für den 11. Juli: England gegen Brasilien. England gewinnt Gruppe L (mit Kroatien, Ghana, Panama) als FIFA-Top-Mannschaft auf dem Papier, Brasilien führt Gruppe C an. Die Bracket-Seite klemmt sie ähnlich nahe zusammen wie Argentinien und Portugal - was bedeutet: dieser Samstag, der 11. Juli 2026, könnte zum Hot Day des Turniers werden, mit zwei Halbfinal-würdigen Begegnungen binnen Stunden.

In den europäischen WM-Quoten liegen beide Mannschaften zusammen mit Spanien und Frankreich knapp hinter dem Top-Quartett - kommt es zu dieser Begegnung, ist das in Quotenlogik ein vorgezogenes Halbfinale. Eigene Einordnung der Titelchancen pro Mannschaft im Prognose-Pillar.

Deutschland gegen Frankreich: schon im Achtelfinale am 4. Juli?

Für das DFB-Team ist die brisante Zahl der 4. Juli. Sportschau.de rechnet vor: Gewinnen Deutschland Gruppe E und Frankreich Gruppe I, prallt der DFB schon im Achtelfinale auf die Mannschaft mit Mbappé, Olise und Tchouameni. Anstoßzeiten am 4. Juli: 19:00 MESZ in Houston, 23:00 MESZ in Philadelphia. Welcher Slot welcher Gruppe gehört, wird kurz nach dem letzten Gruppenspieltag (27. Juni) klar.

Es wäre ein klassischer K.O.-Knockout zur Unzeit. Frankreich hat in der WM-2026-Vorbereitung den effizientesten Lauf der europäischen Top-Mannschaften gezeigt, Deutschland gegen Finnland 4:0 war solide, aber gegen einen Nicht-Pot-1-Gegner. Ein direkter Vergleich wäre ein heftiger Stresstest für das DFB-Team und ein Argument für die zähen Stimmen, die Deutschland nicht im engsten Favoritenkreis sehen.

Aus DFB-Sicht spricht alles dafür, Gruppe E souverän zu gewinnen - sonst wird der Pfad eher leichter, aber nicht zwangsläufig kürzer.

Spanien gegen Österreich: Rangnicks Achtelfinal-Hürde

Das vierte Szenario führt direkt zu Ralf Rangnick und seinen Österreichern. Wenn Spanien Gruppe H gewinnt und Österreich Gruppenzweiter in Gruppe J wird (hinter Argentinien), kreuzen sich die Pfade im Achtelfinale. Spanien hat in der Vorbereitung mit dem Yamal-Williams-Williams-Flügel und der Topmannschaft alles im Werkzeugkasten, was Rangnick mit seinem Vertikalspiel-Ansatz im Mittelfeld stören kann.

Spannend ist hier vor allem das Stilbild: Spanien hat in der WM-Quali das höchste Ballbesitz-Quotient der Top-Nationen gehabt, Österreich das höchste Pressing-Volumen. Ein Sportartikel-Albtraum oder die Sensation des Achtelfinales? Sportschau.de tippt vorsichtig auf Spanien, lässt das Resultat aber offen.

Warum diese Pairings überhaupt früh möglich werden

Schuld ist nicht die Auslosung, sondern die WM-Struktur. Bei der neuen 48er-WM gibt es 12 Gruppen mit je vier Teams, die ersten zwei plus die acht besten Gruppendritten ziehen ins Sechzehntelfinale ein. Die zwölf Pot-1-Gesetzten haben dort dadurch nicht alle einen “leichten” Gegner - der Sprung in die nächste Runde wird dafür weniger steil als bei einer 32er-WM. Die K.O.-Brackets werden dann fest verteilt, sodass auf einer Bracket-Hälfte häufig zwei bis drei Pot-1-Teams landen.

Folge: Marquee-Duelle wandern weiter nach vorn. Schon im Achtelfinale kann ein Halbfinale-Kandidat auf einen anderen treffen. Im Viertelfinale wird es bei dieser Bracket-Logik fast zwingend Hochkaräter geben - es sei denn, eine Überraschung dünnt das Bild vorher aus.

Wann der Turnierbaum endgültig steht

Die Gruppenphase endet am 27. Juni 2026. Am 28. Juni starten die Sechzehntelfinale, das letzte am 3. Juli (Mexiko-Stadt). Damit sind die ersten konkreten Pairings ab dem Abend des 27. Juni klar. Die Achtelfinale folgen am 4. bis 7. Juli, die Viertelfinale am 9. bis 12. Juli, die Halbfinale am 14. und 15. Juli in Dallas und Atlanta, das Finale am 19. Juli im MetLife Stadium in New York/New Jersey.

Bis dahin sind die heutigen Szenarien das, was sie sind: gut begründete Projektionen, nicht mehr. Aber: Termine, Stadien und Anstoßzeiten stehen fest. Wer sich die vier Viertelfinal-Slots einträgt - Boston (9. Juli, 22:00 MESZ), Los Angeles (10. Juli, 21:00), Miami (11. Juli, 23:00), Kansas City (12. Juli, 03:00) - hat schon den Rahmen, in den Messi gegen Ronaldo, England gegen Brasilien oder, weniger glamourös, Niederlande gegen Belgien fließen könnten.

Sicher ist nur: Der WM-Turnierbaum 2026 wird eine Reihe Halbfinale früh produzieren. Welche, entscheiden die kommenden vier Wochen.

Autor

Nina Hartmann

Redakteurin Frauenfußball & Analyse

Nina Hartmann deckt den Frauenfußball ab - von der Frauen-WM 2027 in Brasilien bis zu den DFB-Frauen - und liefert daten- und taktikgetriebene Analysen zu großen Turnieren.

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