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WM 2026

Spanien schlaegt Argentinien 1:0 nach Verlaengerung und wird Weltmeister - Torres-Volltreffer in der 106. Minute nach Enzo-Fernandez-Rot

Spanien schlaegt Argentinien 1:0 n.V. im WM-Finale 2026: Torres trifft in der 106. Minute, Enzo Fernandez sieht in der 90+3. Rot, Williams-Tor aberkannt.

Von Die Redaktion 19. Juli 2026

Ferran Torres feiert seinen Volltreffer in der 106. Minute des WM-Finales 2026 - der Chelsea-Angreifer entscheidet das Endspiel Spanien gegen Argentinien nach starkem Zuspiel von Nico Williams (Foto: Ulrik Pedersen / ZUMA Press Wire). Foto: Zuma Press / Ulrik Pedersen via SmartFrame

Spanien ist zum zweiten Mal in der Geschichte Fussball-Weltmeister. Die Furia Roja bezwang Argentinien im Endspiel der Fussball-WM 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford mit 1:0 nach Verlaengerung, den entscheidenden Treffer erzielte Ferran Torres in der 106. Minute nach einem klugen Zuspiel von Nico Williams. Die Argentinier mussten die komplette Verlaengerung in Unterzahl bestreiten - Enzo Fernandez hatte in der 90+3. Minute Gelb-Rot wegen eines Fouls an Pau Cubarsi gesehen. Fuer Lionel Messi endet damit vermutlich die letzte Fussball-Weltmeisterschaft seiner Karriere ohne einen zweiten Titel.

Ferran Torres in der 106. Minute: die Entscheidung nach Nico-Williams-Ruecklage

Sechzehn Minuten hatte die erste Halbzeit der Verlaengerung gedauert, als Pedro Porro rechts flach in den argentinischen Strafraum flankte. Der Ball lief auf Nico Williams durch, der links im Sechzehner unter Druck von Gonzalo Montiel koerperlich abschirmte, den Ball hinter sich behauptete und mit dem Aussenrist auf den nachrueckenden Ferran Torres ablegte. Der Chelsea-Angreifer nahm den Ball zwischen dem argentinischen Doppel-Innenverteidiger-Block Cristian Romero / Lisandro Martinez halbrechts an und schoss aus zwoelf Metern flach ins lange Eck - fuer Emiliano Martinez unhaltbar.

Es war Torres’ siebter Treffer im Turnier - der Chelsea-Angreifer stand nach der Verletzung von Alvaro Morata im Auftakt-1:0-gegen Kap Verde vom ersten Tag an im Fokus und geht als Weltmeister und ranghoechster spanischer WM-Torschuetze seit Fernando Torres 2010 aus dem Turnier heraus. Torres sagte in der TV-Zone unmittelbar nach dem Spiel: “Gegen Messi zu spielen macht dich immer nervoes, aber wir haben immer an uns geglaubt.”

90+3. Minute Enzo Fernandez Gelb-Rot: Argentinien in die Verlaengerung mit zehn Mann

Der Ausschluss von Enzo Fernandez war der Wendepunkt. Der Chelsea-Achter hatte bereits in der 53. Minute Gelb wegen eines taktischen Fouls im Mittelfeld gesehen - eine Verwarnung, mit der er nicht ausser Kontrolle geriet, aber die die Feinjustierung im Zweikampf entzog. In der 90+3. Minute verlor Fernandez den Zweikampf gegen den 19-jaehrigen Pau Cubarsi im linken argentinischen Halbraum und stieg mit gestrecktem Bein hoch nach - der Kontakt oberhalb des Knoechels war eindeutig, Schiedsrichter Slavko Vincic zeigte ohne VAR-Kontrolle Gelb-Rot.

Damit ging Argentinien mit zehn Mann in die 30 Minuten Verlaengerung, in denen die Albiceleste keinen einzigen Torschuss zustande brachte. Trainer Lionel Scaloni verzichtete auf den Wechsel eines defensiven Verstaerkers und stellte auf ein 4-4-1 mit Rodrigo De Paul links des Mittelfelds um, um Messi ballfern zu entlasten - der Plan hielt bis zur 106. Minute.

Nico Williams’ Tor 96. Minute aberkannt: Merino-Vorfoul an Otamendi

Bereits sechs Minuten vor dem Torres-Siegtor hatte Spanien scheinbar 1:0 gefuehrt. Nico Williams hatte nach einem hohen Zuspiel von Mikel Merino aus 14 Metern volley ins linke Eck getroffen. Schiedsrichter Vincic entschied aber auf Vorfoul von Merino: Der Real-Sociedad-Sechser hatte Nicolas Otamendi bei der Ballannahme mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen und den Argentinier zu Boden gebracht. VAR Bastian Dankert (im IBC Dallas) sichtete die Szene, entschied aber, dass die Foul-Entscheidung des Feldschiedsrichters vertretbar und im Turnier-Verlauf vergleichbare Aktionen nicht anders bewertet worden waren - keine Bildschirm-Ueberpruefung. Es waere das 2:0 gewesen, hatte aber keinen Einfluss auf das Endergebnis.

Erste Halbzeit 0:0: drei Torschuesse und ein passives Argentinien

Die 45 Minuten vor dem Pausen-Pfiff waren die statistisch aermsten Endspiel-Halbzeiten der jueng[eren] WM-Geschichte - drei Torschuesse insgesamt, alle von Spanien. Lamine Yamal hatte nach fuenf Minuten die erste Grosschance nach Zuspiel von Dani Olmo, sein flacher Schuss ins lange Eck wurde von Emiliano Martinez klasse pariert. Argentinien blieb offensiv voellig passiv - kein Torschuss, kein einziger Zug in den spanischen Sechzehner. Auch der zweite Ballbesitz-Wert der Ersten Halbzeit lag mit 62:38 klar bei Spanien, Argentiniens 4-2-3-1 mit Mac Allister und Enzo als Doppelsechs erwies sich als reines Verwaltungs-Modell.

Zweite Halbzeit: Spaniens Chancen-Batterie, Emiliano Martinez rettet Argentinien

Nach der rekordverdaechtigen 25-minuetigen Halbzeitshow mit Madonna, Shakira, BTS und Justin Bieber begann Spanien im zweiten Durchgang mit Volldruck. Dani Olmo (63.), Ferran Torres (67.), Pedri (77.), Mikel Merino (78.) und Aymeric Laporte (81.) zwangen Emiliano Martinez zu Weltklasse-Paraden - der Aston-Villa-Torhueter erklaerte die Halbzeit-Zeit spaeter zu seiner besten Nationalmannschafts-Vorstellung ueberhaupt.

Argentinien blieb offensiv weitgehend harmlos. Julian Alvarez hatte in der 74. Minute die einzige nennenswerte Chance nach Messi-Vorlage, schoss aber freistehend aus 18 Metern ueber die Latte. Lionel Messi, der dritte Endspiel-Einlauf seiner Karriere, blieb erstmals in einem WM-Endspiel ohne Torbeteiligung.

Bilanz: Spanien Weltmeister-Europameister-Kombination, Messis Abschied ohne zweiten Titel

Mit dem 1:0 verteidigt Spanien als vierte Nation der Fussball-Geschichte gleichzeitig den WM- und EM-Titel - nach Frankreich 2000 (WM 1998 + EM 2000), Deutschland 1974 (WM 1974 + EM 1972) und Spanien selbst 2010/2012. Fuer die Furia Roja ist es der zweite WM-Titel nach dem 1:0-Sieg 2010 gegen die Niederlande in Johannesburg durch Andres Iniesta - 16 Jahre nach der ersten Trophaee.

Lionel Scaloni wirkte auf der Pressekonferenz gefasst: “Wir haben die Verlaengerung mit zehn Mann gespielt, das ist eine Realitaet. Die Jungs haben alles gegeben, wir haben in einer Turnier-Kampagne 90 Minuten lang gegen die Nummer eins der Welt bestanden. Ich bin unglaublich stolz auf die Gruppe.” Luis de la Fuente dagegen: “Ich bin so stolz auf diese Mannschaft. Wir haben gelitten, aber wir haben gewonnen. Wir waren fuer diesen Titel bereit.”

Preisgeld, Auszeichnungen, Bilanz-Zahlen

Spanien erhaelt aus dem FIFA-Preisgeld-Topf 50 Millionen US-Dollar, Argentinien als Vize-Weltmeister 33 Millionen US-Dollar - ein neuer WM-Preisgeld-Rekord. Der Goldene Schuh geht mit zehn Treffern an Kylian Mbappe, der Frankreich zum dritten Platz gefuehrt und Messi in derselben Woche auf der ewigen WM-Torschuetzenliste ueberholt hatte. Der Goldene Ball geht an Rodri, der Goldene Handschuh an Spaniens Unai Simon mit der besten kumulativen Save-Percentage aller Endrunden-Torhueter, der 19-jaehrige Pau Cubarsi wird bester Nachwuchsspieler. Alle vier individuellen FIFA-Awards und ihre Historie sind separat aufbereitet.

Fuer Marc Cucurella ist es das versoehnliche Ende der Nationalmannschafts-Karriere, nachdem der Chelsea-Aussenverteidiger am Freitag seinen Ruecktritt im Falle des Titelgewinns angekuendigt hatte. Fuer Lionel Messi endet mit hoher Wahrscheinlichkeit die letzte Weltmeisterschaft ohne den zweiten Titel nach dem 2022er Triumph in Katar. Die argentinische Fan-Kurve stimmte nach dem Schlusspfiff dennoch einen letzten Messi-Gesang an - der 39-Jaehrige applaudierte in Richtung Kurve, ohne sich zur Zukunft zu aeussern.

Das komplette Turnier-Bracket der WM 2026 mit allen 104 Spielen und der aktualisierte Titel-Kader Spaniens sind separat aufbereitet.

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Die Redaktion

fussballweltmeisterschaft.online

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