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WM 2026

Belgien 3:0 Tuerkei in Luettich: Kevin De Bruyne mit Doppelpack, Lukaku erhoeht - Van Bommel zurueck in der A1-Halbfinal-Rechnung

Belgien schlaegt die Tuerkei 3:0 in Luettich. Kevin De Bruyne trifft in der 10. und 60. Minute, Romelu Lukaku in der 76. Montella unter Druck.

Von Marco Feldmann 02. Oktober 2026

Kevin De Bruyne im belgischen Nationaltrikot im WM-2026-Viertelfinale gegen Spanien am 10. Juli 2026 in Los Angeles. Am 2. Oktober 2026 traf der 35-Jaehrige in der Nations League A1 im Stade Maurice Dufrasne zu Luettich in der 10. und 60. Minute und fuehrte Belgien zum 3:0-Heimsieg gegen die Tuerkei (Foto: Zuma Press). Foto: Zuma Press via SmartFrame

Im Stade Maurice Dufrasne in Luettich hat Belgien am Freitagabend das Nations-League-A-Gruppe-1-Heimspiel gegen die Tuerkei mit 3:0 (1:0) gewonnen und sich damit zurueck in die Halbfinal-Rechnung gespielt. Doppelter Hauptdarsteller: Kevin De Bruyne, der in der 10. und 60. Minute traf. Romelu Lukaku erhoehte in der 76. Minute zum Endstand. Fuer Mark van Bommels Belgien ist es nach dem 2:0 in Rom gegen Italien zum Auftakt und der 0:1-Heimniederlage gegen Frankreich im zweiten Spiel der zweite Dreier - und mit sechs Punkten der Anschluss an Zinedine Zidanes Frankreich (sieben Punkte nach dem 1:1 gegen Italien im Stade de France am selben Abend).

Fuer die Tuerkei und ihren Nationaltrainer Vincenzo Montella ist die 0:3-Niederlage dagegen der dritte Rueckschlag im dritten A1-Spiel - nach dem 0:1 beim Zidane-Debuet in Kocaeli und dem 1:4-Heim-Debakel gegen Italien in Bursa. Die Mondiale-Auswahl rutscht mit null Punkten und einem Tor-Verhaeltnis von 1:8 auf den unmoeglichen letzten Platz der Gruppe ab und steht nach dem TFF-Wettskandal mit 448 suspendierten Funktionaeren nun auch sportlich massiv unter Druck.

De Bruynes 10. Minute: die energische Durchsetzung zum 1:0

Mark van Bommel setzte De Bruyne wie schon in Rom und Bruessel im freien Zehner-Raum hinter einer Doppel-Spitze aus Lukaku und Mika Godts ein. Belgien begann mit viel Dynamik und drueckte die tuerkische Abwehr im Pressing-Rhythmus unter Druck. In der 10. Minute schnappte sich De Bruyne nach einem Doppelpass mit Lukaku den Ball an der Strafraum-Grenze, setzte zwei Haken gegen den tuerkischen Innenverteidiger und drueckte den Ball mit dem rechten Fuss aus etwa vierzehn Metern in die rechte untere Ecke des tuerkischen Tors.

Sportschau-Autor Marco Steinwachs nannte die Aktion in der Live-Berichterstattung eine “energische Durchsetzung”. Es war De Bruynes 32. Laenderspiel-Treffer und ein frueher Signal-Moment fuer die Partie: Van Bommels Belgien wollte an diesem Abend in Luettich keinen Schluss-Phasen-Dreier wie in Rom, sondern die fruehe Fuehrung und einen kontrollierten Spielverlauf.

Der Schlenzer in der 60. Minute - De Bruynes Treffer Nummer 33

Nach einer eher chancenarmen Phase in der zweiten Haelfte - Belgien verwaltete, die Tuerkei fand ohne verletzungsbedingten Spielmacher-Ersatz keine klaren Momente - setzte De Bruyne in der 60. Minute einen zweiten Akzent. Nach einem Kurz-Pass von Rechtsverteidiger Timothy Castagne nahm der 35-Jaehrige den Ball etwa achtzehn Meter vor dem tuerkischen Tor an, drueckte zwei Mal auf den linken Fuss durch - und zog den Ball mit einem sehenswerten Schlenzer ins lange Eck. Der tuerkische Keeper hatte keine Chance.

Es war De Bruynes 33. Laenderspiel-Treffer fuer Belgien - und ein Treffer, der ihn in der Equipe-ewigen-Torjaegerliste weiter nach oben schiebt. Fuer das belgische Mittelfeld-Spielkonzept ist De Bruyne damit auch im Herbst-Fenster das klare Nummer-Zehn-Fundament, obwohl er auf Klub-Ebene bei Napoli mit zunehmendem Alter rotiert wird.

Lukakus 76. Minute: der Routine-Treffer zum 3:0-Endstand

In der 76. Minute erhoehte Romelu Lukaku nach einem schnellen Umschalt-Spiel von Belgien auf 3:0. Nach einem Ball-Gewinn im eigenen Mittelfeld schickte De Bruyne per Direkt-Pass Mika Godts auf die Reise, dessen Flanke in den Rueckraum verwertete Lukaku per Direkt-Abnahme ins kurze Eck. Es war Lukakus 95. Treffer im belgischen Nationaltrikot - der 32-Jaehrige steht als Rekordtorjaeger auf einer anderen Umlaufbahn als alle Verfolger. In der 82. Minute wechselte Van Bommel sowohl De Bruyne als auch Lukaku aus; beide erhielten die stehenden Ovationen des Luettich-Publikums.

Mark van Bommel - der schnelle Rueckschlag ist aufgefangen

Fuer Mark van Bommel ist der 3:0-Heimsieg nach der 0:1-Niederlage gegen Frankreich die wichtigste operative Botschaft des Freitagabends: Die 4-2-3-1-Grundordnung mit De Bruyne im Zehner-Raum und Lukaku als Neuner funktioniert gegen tief stehende Teams. Van Bommel hatte in Bruessel gegen das Rotations-Konzept Zidanes keine Antwort gefunden; gegen Montellas Tuerkei konnte er die Rom-Erfolgs-Struktur wieder ausspielen. Belgien steht mit sechs Punkten aus drei Spielen und einer Tordifferenz von 5:1 jetzt wieder in direkter Schlag-Distanz zu Frankreich.

Montella unter Druck - Tuerkei nach drei Niederlagen aus der Rechnung

Fuer Vincenzo Montella ist der 0:3-Auswaertsabsturz die dritte Niederlage in Serie - nach der 0:1-Heimniederlage gegen Frankreich zum Auftakt und dem 1:4-Debakel gegen Italien in Bursa. Die Tuerkei bleibt mit null Punkten und einer Tordifferenz von 1:8 Schlusslicht der Gruppe und ist nach drei Niederlagen rechnerisch aus der Halbfinal-Rechnung raus. Nach dem TFF-Wettskandal mit 448 suspendierten Funktionaeren der ersten und zweiten tuerkischen Liga am Donnerstag steht der 51-jaehrige Nationaltrainer nun auch sportlich im Fokus. Montella war bereits vor dem Luettich-Spiel von tuerkischen Medien angezaehlt worden; der 0:3-Ausgang duerfte die Debatte am Samstag noch einmal verschaerfen.

A1-Tabelle nach MD3 und das Rueckspiel-Dreieck am 14. Oktober

Nach dem MD3 ergibt sich in der Gruppe A1 folgendes Bild: Frankreich fuehrt mit sieben Punkten aus drei Spielen (Tordifferenz 3:1), Belgien folgt mit sechs Punkten (5:1), Italien ist mit vier Punkten (5:4) Dritter, die Tuerkei bleibt mit null Punkten (1:8) Schlusslicht. Entscheidend fuer die beiden Halbfinal-Aufstiegsplaetze wird das Rueckspiel-Dreieck am 14. Oktober:

  • Belgien gegen Frankreich in Bruessel - Zidane muss ohne den rotgesperrten Dayot Upamecano bestehen, Van Bommel kann den Punktabstand bei einem Sieg schliessen oder gar auf eins verkuerzen (bei Belgien-Sieg bleibt der direkte Vergleich bei 1:1).
  • Italien gegen Tuerkei im Stadio Olimpico in Rom - Mancini kann den Druck auf Belgien erhoehen; die Tuerkei muss den Rueckstand im Tor-Verhaeltnis als Last tragen.
  • Frankreich gegen Belgien gilt damit als Finale der Gruppe A1.

Fuer die deutsche Nationalmannschaft, die am Sonntagabend das Rueckspiel in Thessaloniki gegen Griechenland bestreitet, ist die A1-Konstellation vor allem ein Hinweis auf die A2-Rechnung: Vier Punkte vor dem Rueckspiel sind in einer Vier-Teams-Gruppe keine komfortable Marge - De Bruynes 95-Minuten-Dominanz-Performance in Luettich ist das Mahn-Signal, dass Qualitaets-Einzelspieler jederzeit ein Spiel entscheiden koennen.

Autor

Marco Feldmann

Redakteur Internationaler Fußball

Marco Feldmann hat den Blick auf den Weltfußball: WM-Qualifikation in allen Konföderationen, die 48 WM-2026-Teilnehmer, die Klub-WM und Geheimfavoriten. Bei fussballweltmeisterschaft.online ordnet er ein, wer in Nordamerika für Überraschungen sorgen kann.

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